Sonntag, 11. Februar 2018

Ein heißes Blech

Im letzten Herbst habe ich ich bei Becky's Diner an einem Kochevent teilgenomment. Es ging dabei um Herbstgerichte. Becky winkte mit tollen Preisen, alles Bücher, die mir gut gefallen hätten  ... eines aber ein bisschen mehr. Und genau das habe ich gewonnen.

Das Buch:


Nun, ist es ist ja nicht so, dass ich nicht genügend Kochbücher hätte oder noch nie was vom Kochen auf dem heißen Blech gehört hätte, aber ab und zu braucht's einfach mal wieder neue Inspirationen.

Also habe ich im Buch geblättert, im Kühl- und Vorratsschrank nachgeschaut ... und zack, da stand der Menueplan für den Abend  fest.

Und das kam auf's Blech:😋

Das Rezept habe ich minimal abgeändert und habe das genommen, was vorrätig war.

Schnell war das Abendessen vorbereitet 
und dank hoher Temperaturen war es auch blitzschnell fertig.


Pizza mit Paprika, Roter Zwiebel und Feta


Pizza mit Mozarella, Pilzen und Winterkräuterpesto

20 Minuten später


Das ging ruckzuck und hat prima geschmeckt. Aus dem Rest des Gemüses habe ich einen Salat gemacht. Und der Betrieb rund ums Spülbecken hielt sich an diesem Abend auch in Grenzen!
Volle Punktzahl!

Na ja, nun kann man ja sagen: Pizza? ... easy - nichts neues! Zumindest habe ich gelernt, dass sich Pizza auch gut mit Blätterteig zubereiten lässt und dass Zwiebeln auf der Pizza hervorragend schmecken, wenn sie vorher mariniert werden. Außerdem: ein abwechslungsreiches Essen mit wenig Aufwand für 2 Personen.
Also: Daumen hoch!

Ich wollte noch mehr ausprobieren. Im Gefrierschrank lagen noch Rindswürste. Ich habe mich gefragt ob die Wurst auch schmeckt, wenn sie einfach auf dem Backblech erhitzt wird? Ich habe im Buch ein passendes Rezept gefunden, es mit unseren Vorräten und Vorlieben abgestimmt und nachgekocht. Das ist dabei herausgekommen:



Das Rezept:

Megalecker und die Würste auf dem Punkt!

Inzwischen fühle ich mich in der "Blechküche" fast wie zuhause und habe schon meine eigene Kompositionen kreirt. Es macht einfach Spaß auf diese Art zu kochen und ich freu mich schon darauf, noch einiges auszuprobieren.

Zum Schluss noch ein Gericht aus dem Buch, das Becky auch schon nachgekocht hat. Es heißt:

Hash Brown mit Spiegelei

Man könnte auch sagen: Ei in Kartoffeln und Gemüse😉.
Aber Becky hat es besser erklärt. Zum Rezept kommt ihr hier: Hash Brown in Becky's Blog. Ich habe statt Rosenkohl einen Rest Wirsing genommen. Es ist schon erstaunlich, dass Wirsing auf dem Blech so lecker schmeckt! Man muss ihn nicht mal blanchieren oder in der Pfanne anbraten muss. Einfach nur waschen, klein schneiden, mit Kartoffeln, Öl und Gewürzen vermengen und - ab auf's Blech. Toll!
Und hier mein Wirsing Hash Brown:

Wirsing, Kartoffeln und Ei -
dazu eine selbstgemachten Chili Soße mit eingefrorenen Chilis aus dem Garten.

Aber dieses Rezept verrate ich ein andermal.


Samstag, 27. Januar 2018

Was so alles in Pappelknospen steckt ...

Versuchsküche - zur Entstehung meines Artikels

" Der Mikrokosmos der Knospen"
Wochenendausgabe: Garten & Zuhause vom 27.1.2018

Der Sturm hat wieder eine Menge Äste von den Pappeln gerissen.


Einige davon habe ich mit nachhause genommen und die Knospen geerntet und ein paar davon in Öl eingelegt.


Nach zwei Wochen war das Pappel-Auszugsöl fertig. Es wurde gefiltert und mit Bienenwachs erhitzt.


Mit Hilfe einer Wäscheklammer habe ich einen Docht in Gläser und Becher gehängt. Nur noch die Bienenwachs-Öl-Mischung einfüllen, abkühlen lassen und fertig ist die wunderbare Massagekerze

 "Papperlapapp".


Wenn sie angezündet wird, wird das Fett weich.
Ich gieße es vorsichtig in die Hand und massiere mir damit die Haut. Pappelknospen - so heißt es - haben eine wundheilende Wirkung und der Ölauszug hilft bei rheumatischen Beschwerden, Muskel und Nervenschmerzen. Mir tut die Salbe gut auf meiner wintertrockenen Haut und meine Gelenke freuen sich über die Sonderbehandlung.

Und so wird's gemacht:
Pappelauszugsöl: 3 EL Pappelknospen, 3 EL Olivenöl in ein Glas und 2 Wochen an einem warmen Platz stehen lassen. Dann filtern.

Massagekerze:
300 ml Pappelauszugsöl, 50g Bienenwachs, bei Bedarf etwas Aromaöl, z.B. Rosmarin.
Öl auf 60°C erhitzen. Bienenwachs dazu und die Temperatur 20 Minuten auf 60° erhalten. Ab und zu umrühren. Von der Herdplatte ziehen, Aromaöl zugeben und wie oben beschrieben in Behälter gießen.

 ***

Die Knospen, die ich noch übrig hatte, habe ich am Ofen getrocknet und dann in der Küchenmaschine fein gemahlen. Daraus mache ich Tee, oder würze damit Teig oder Brotaufstriche.
Viele neue Ideen habe ich durch ein Buch bekommen, das ich mir neulich gekauft habe. Es heißt:

Bäume in Küche und Heilkunde, von Karin Greiner.
Mehr über das sehr empfehlenswerte Buch könnt ihr hier nachlesen

Aus diesem Buch habe ich die Anregung bekommen, mal einen Pappelgewürz-Sirup herzustellen. Ich habe einige Zutaten von dem Original-Rezept ausgetauscht, weil ich noch was in meinem Vorratsschrank hatte, von dem ich dachte, dass könnte auch passen:


Die Zutaten kamen alle in einen Topf und wurden ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze gekocht. Heraus kamen 300ml wunderbarer
"Pappeldattelsirup"

Köstlich mit griechischem Joghurt und gemahlenen Pistazien.


Aber auch nicht schlecht  im Sekt mit 3 Scheiben Kumquats. Ich nenne den Aperitif:

"Pappela"

Was ich vom Sirup herausgesiebt habe, war mir eigentlich zu schade zum Wegwerfen. Also habe ich daraus Kugeln geformt und sie in gemahlenen Pistazienkerne gewälzt. Das feine Früchtebrot hat noch keinen Namen. Fällt euch was passendes ein?


 Wie gefällt euch denn meine neue Pappelkollektion?


Sonntag, 14. Januar 2018

Weinjahrgang 2018 - ein Anfang ist gemacht


Spaziergang in die Wein-Berge. Tiefhängende Wolken, verkünden Regen. Es ist still und es scheint, als wäre keine Menschenseele außer mir und unserem Hund unterwegs.


Bald vernehme ich ein Zirren und Peng, Zirren und Peng ...
Die Rebenschneider sind bereits wieder am Werk.

 

Im Draht hängen lange Reben vom letzten Jahr.
Ich darf mir ein paar rausziehen und beginne einen Kranz zu winden.


Mancher Winzer hat bereits ganze Arbeit geleistet: die alten Reben sind geschnitten und wurden bereits aus dem Draht gezogen. Was übrigblieb wurde sogar schon in Form gebogen. Der neue Wein kann wieder heranwachsen. Der Anfang ist gemacht!

Balu und ich spazieren weiter, bis wir die Spitze des Berges erreichen.

Dort oben befestigen Trockenmauern den Hang.


Auf den Steinen haben sich im Laufe von ein paar Jahren kleine Welten angesiedelt. Im Sommer trocknen sie aus, aber jetzt im Winter erwachen sie wieder zum Leben:
Miniaturlandschaften aus Moos.




Es wird dunkler und es beginnt zu tröpfeln - es wird Zeit, dass wir uns auf den Heimweg machen.


Am Abend sitze ich vor meinem fertigen Kranz und frage mich:
wie schmeckt eigentlich der Wein aus dem Jahr 2017, der an den Reben meines Kranzes herangewachsen ist? Ich werde es demnächst wohl mal ausprobieren müssen.



Liebe Schwester, wollen wir das nicht zusammen machen?  😋

Samstag, 30. Dezember 2017

Dahlien - viel mehr als nur schöne Blumen



Ich liebe rote und dunkelrote Dahlien! Sie stehen bei mir nicht im Staudenbeet sondern im Kräutergarten.


Dort wo im Sommer die Farben Grün, Grau und Lavendelblau dominieren, setzen sie bis weit in den Oktober hinein rote Akzente. 

In meinem Garten bekommt jedes Kräuterbeet "seine" eigene Dahlie. Und das aus gutem Grund!



In früheren Beiträgen habe ich schon öfters erwähnt, dass man Dahlien hervorragend in der Küche verwenden kann. Mal landen die Blütenblätter im Salat, mal bringen sie Farbe aufs Butterbrot.

Apropos Farbe: die roten Dahlien enthalten den Farbstoff Anthocyane, der in vielen Pflanzen für die blau-rot-schwarze Farbe verantwortlich ist. So z.B. auch im Holunder, in der Aubergine, Heidelbeere, Kirsche, Rotkraut, Rote Bete und sogar im Rotwein. Anthocyanen sagt man nach, dass sie präventiv vor Krebs schützen.

Na wenn das mal keine gute Nachricht ist!!!

So habe ich an einem schönen sonnigen Tag Ende Oktober die schönsten Dahlienblüten geerntet, gezupft und sie an einem warmen Ort oder im Automat getrocknet.




Die rascheltrockenen Blüten habe ich in Einmachgläser gefüllt und sie in den Gewürzschrank gestellt.



Jetzt im Winter habe ich wieder Zeit mein geliebtes Gewürz herzustellen, dem ich den schönen Namen gab:

"Oh my Dahling" 

Für eine Potion Gewürz brauche ich:

1 TL rote Pfefferbeeren, Chili nach Geschmack, 3 EL getrocknete rote Dahlienblüten und 1 EL grobes Meeressalz
- und wenn vorhanden noch 1 ELgetrocknete Rote Bete Körnchen
- und wenn es ganz fein werden soll ersetze ich das "normale" Meersalz mit 1 EL Fleur de Sel
- und wenn ich mich übertreffen will, gebe ich noch 1 EL duftende, getrockneten Rosenblätter dazu.

Alles wird im Mixer fein gemahlen, aber nur so fein, dass man noch erkennen kann, dass es sich um Blütenblätter handelt. Deshalb gebe ich die Petalen auch erst ganz zum Schluss in den Mixer..



Mit dem Gewürz verfeinere ich Butter und Frischkäse, streue es über Kartoffel- und Selleriesuppe, über Kartoffelpüree, Kartoffelsalat, Nudeln, Fisch - einfach über alles, was noch ein bisschen Würze oder Farbe braucht. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass das Gewürz seine Farbe an die Speise weitergibt und helle Speisen in zartes Rosa taucht, selbst wenn die Rote Bete fehlen.




In diesem Sinne wünsche ich allen,
die hier schon seit Jahren mitlesen oder gerade zufällig hier vorbeigekommen sind,
ein gesundes und glückliches Jahr 2018.

Anne Rahn - alias majoRahn

Wer nochmal in den anderen Dahlienbeiträge  schmökern möchte wird hier fündig:

Meine Dahlinge
Mexikanerinnern in Rheinhessen



Freitag, 8. Dezember 2017

Kranz auf Kranz - Dritter und Vierter


Heute morgen, als ich mit dem Hund unterwegs war, sah ich dass am Feldrand Hecken und Bäume geschnitten waren. Darunter auch Äste von jungen Eichen. An den Zweigen hingen noch die Blätter.
Und da ich selten ohne Schere spazieren gehen, habe ich mir einige Äste abgeschnitten und sie mitnachhause genommen. Mit Hilfe eines Drahtreifens und einer Drahtrolle, habe ich mir daraus einen Kranz gebunden. Immer schön ein Ästchen nach außen und eins nach innen, wickel, wickel. Die unteren Blätter wurden zwar eingequetscht, aber dadurch gaben sie dem Gebilde etwas Dicke.


Im Nu ist ein fast goldener Kranz entstanden.



Dreimal dürft ihr raten, was ich mit diesem gemacht habe:
es ist der dritte im Bunde meines Kranz-Turmes. Er landete ganz unten,
weil er da am besten wirkte.


Und der Vierte? Der entstand aus den Eibenreste unseres Adventskranzes und den letzten Hortensienblüten für dieses Jahr. Er durfte ganz nach oben, damit die Hortensienblüten nicht eingequetscht werden.


Noch eine Drahtlichterkette drum, ein Weckglas mit Kerze rein - fertig!

Ach ja, liebe Steffi vom fatto-incasa.blogspot, vielleicht vermisst du das Rad unter den Kränzen. Es ist noch da! Aber es gehört zu einem anderen Kranzturm. Dessen Fertigstellung zeige ich auch noch. Und nein, ich habe die Kränze nicht festgebunden und hoffe, dass der Wind gnädig mit uns ist 😌.

Ich wünsche allen ein schönes zweites Adventswochenende.

Ein heißes Blech

Im letzten Herbst habe ich ich bei Becky's Diner an einem Kochevent teilgenomment. Es ging dabei um Herbstgerichte. Becky winkte mit t...